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Standort Gaswerk:
Am 31. Dezember 1915 ging in Augsburg das Gaswerk in Betrieb. Die von den Architekten Gebrüder Rank erbaute Anlage galt damals als eine der modernsten und schönsten auf dem Gebiet der städtebaulichen Planung, eine gelungene Kombination aus Architektur und Technologie.

Im Jahr 2001 wurde das Gaswerk endgültig stillgelegt. 

Über die Historie können Sie sich bei dem Verein Gaswerksfreunde Augsburg e.V. informieren.

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Altlastensanierung im Gaswerk:
Die Sohle ist erreicht


Bei der Bodensanierung im Gaswerk Augsburg-Oberhausen ist die Grube ausgehoben. Ein zehn Meter tiefes und 2.400 Quadratmeter großes Loch haben die Stadtwerke Augsburg (swa) gegraben, um den Boden an dieser Stelle auszutauschen und das Areal von Altlasten zu befreien. Mit der umfangreichen Altlastensanierung bereiten die Stadtwerke das Industriedenkmal für eine künftige Nutzung vor.

Schon in den vergangenen Jahren haben die swa vieles unternommen, um das Gelände des ehemaligen Gaswerks von Altlasten zu befreien und rund 2,3 Millionen Euro dafür ausgegeben. Zusätzlich sind jedes Jahr rund eine halbe Million Euro in den Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude geflossen. Derzeit erfolgt mit drei Millionen Euro die umfangreichste und letzte große Einzelmaßnahme.

Es ist geplant, das Gaswerk als „Kreativwerk“ zu einem Zentrum für die Kreativwirtschaft zu entwickeln, in dem unter anderem die Kunst- und Kulturschaffenden vom Kulturpark West einziehen könnten. Die Planungen dazu laufen unter Federführung der Stadt Augsburg.

Bereits 2003 haben die Stadtwerke eine umfangreiche Untersuchung der Altlasten auf dem Gelände in Auftrag gegeben. An der Stelle, an der jetzt gegraben wird, in den sogenannten „westlichen Werkstätten“, wurden bis 1968 Nebenprodukte der Gasherstellung, wie Benzol, Teer und Teeröl, aufbereitet, abgefüllt und verladen. In diesem Bereich wurden sowohl Gebäude als auch der Boden belastet. Deshalb wurde auch ein Gebäudeteil in Absprache mit den Denkmalschutzbehörden abgebrochen.

Nachdem sich durch den Eingriff Schadstoffe im Boden auslösen und ins Grundwasser gelangen könnten, wurden im Verlauf des Grundwasserstroms acht Brunnen installiert, die seit Beginn der Erdarbeiten das Grundwasser vorsorglich abpumpen. Auch das Wasser, das sich in der Grube sammelt wird abgepumpt. Es durchläuft eine aufwändige Filteranlage auf dem Gelände und wird anschließend wieder versickert.



Bis in zehn Meter Tiefe wird der Boden auf einer Fläche von 2.400 Quadratmetern im Gaswerk ausgetauscht. Jetzt ist die Sole erreicht.
Foto: swa / Thomas Hosemann