Neue Veranstaltungshalle auf dem historischen Gaswerk?
Machbarkeitsstudie zu Multifunktionshalle im Teleskopgasbehälter
Nachdem nach Auskunft von Veranstaltern, in Augsburg eine Veranstaltungshalle für mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher fehlt, gibt es seit längerem die Überlegung, auf dem Gelände des historischen Gaswerks eine solche Location für Konzerte, Events und sonstige Veranstaltungen zu errichten. Eine neue Machbarkeitsuntersuchung zeigt jetzt dazu einen gangbaren Weg im Teleskopgasbehälter auf.
Seit Jahren entwickeln die swa zusammen mit der Stadt Augsburg sowie Kulturschaffenden das historisch bedeutsame Gaswerksareal zu einem Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft. Neben Brechtbühne des Staatstheaters, Künstlerateliers, Proberäume für Bands und Musiker, eine Vielzahl von Veranstaltungen, von der Firmenfeier bis zum tausende Besucher zählenden Openair-Konzert hat sich bereits vieles auf dem rund 70.000 Quadratmeter großen Gelände mit den einmalig erhaltenen industriehistorischen Gebäuden entwickelt. Nun könnte eine Veranstaltungshalle dazu kommen.
Eine Machbarkeitsuntersuchung hat nun die Grundlagen für eine solche Halle beschrieben. So könnte innerhalb des Stahlgerüsts des großen Teleskopgasbehälters neben dem weithin sichtbaren Scheibengasbehälter, eine Halle in Zeltbauweise entstehen.
- Die Musicalzelt-Variante umfasst einen festen Unterbau (Fundament/Perimeter) in Kombination mit einem großen Zeltdach, wie es von großen Tourneezelten oder bekannten, festenSpielstätten wie Musik- und Festivalzelte (bspw.in Köln oder Hamburg.)
- Das Zeltdach würde das bestehende, schwer zu sanierende Dach ersetzen und sich in das geschützte Rund des Stahlbeckens einfügen.
- Durch eine angepasste Stützenstellung können ausreichend Raumhöhe und Freiflächen entstehen, um neben Kulturveranstaltungen auch Sportnutzungen (z. B. Basketball-Spielfeld) zu ermöglichen.
Dazu beschrieben sind
- Eine einheitliche Innenausstattung mit industrieller Ästhetik basierend auf ausgebauten Seefrachtcontainern.
- kosteneffiziente, teils translozierbare Funktionen für Gastronomie, Umkleiden, Backstage und Büroflächen.
Die Studie empfiehlt also die Variante Musicalzelt als bevorzugte Lösung weiterzuverfolgen und die Planung zu vertiefen.
Die nächsten Schritte:
Für eine nachhaltige Umsetzung sind, ein ganzheitlicher Businessplan, die Klärung von Betriebs- und Governance-Strukturen sowie die Einbindung lokaler Akteure/Stakeholder erforderlich.
Dazu wird es jetzt zahlreiche Gespräche und Beteiligungsformate mit Kulturschaffenden, Veranstaltern, aber auch Sportvereinen und weiteren Akteuren des gesellschaftlichen Lebens geben.
Die technische Machbarkeit ist belegt – nun gilt es das Projekt wirtschaftlich, organisatorisch und inhaltlich weiter zu schärfen und die Planungen zu vertiefen.
Auch die B.A.R. GmbH hatte bereits ein Konzept für Halle, Club und Gastronomie im Teleskopgasbehälter vorgelegt. Dieses hatte sich aufgrund der Kosten als nicht umsetzbar erwiesen. Die jetzige Lösung wäre deutlich günstiger.
Hier finden Sie eine Präsentation zur Machbarkeitsstudie zum Download
