Eröffnung brechtbühne und Ofenhaus

11. Januar 2019

brechtbühne feiert Premiere im Ofenhaus

18 Jahre nach der Stilllegung des Gaswerks Augsburg kommt wieder Leben auf das Areal in Oberhausen: Mit der Premiere der brechtbühne ist das Ofenhaus ab sofort für die Öffentlichkeit zugänglich.
Nach knapp zwei Jahren Bauzeit kann auf dem Gaswerksareal der nächste Meilenstein gefeiert werden. Mit der Premiere des Staatstheaters im umgebauten Ofenhaus ist das Gaswerk nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Das denkmalgeschützte Gelände wird bis zur Wiedereröffnung des großen Hauses am Kennedyplatz die neue Heimat der brechtbühne sein. Doch das ist erst der Anfang: Über die kommenden Jahre soll sich das Gaswerksgelände zu einem einzigartigen Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft entwickeln.

Eine denkwürdige Interimsspielstätte

„Das Ziel einer Spielstätte ist es, die Geschichte des Ortes mit der Geschichte der Menschen zu verbinden“, sagt André Bücker, Intendant des Staatstheaters Augsburg. Geschichte gibt es auf dem denkmalgeschützten Gaswerksgelände, das vor 103 Jahren erstmals den Betrieb aufgenommen hatte, mehr als genug. Den verantwortlichen Architekten ist es beim Umbau des Ofenhauses gelungen, den einzigartigen, historischen Industrie-Flair des Standorts durch die Kombination mit modernen Elementen in Szene zu setzen. Die enorme Höhe des Ofenhauses in Verbindung mit moderner Innenarchitektur verleiht dem Foyer einen ganz besonderen Charakter, der einer Spielstätte des Staatstheaters definitiv würdig ist.

Organisches Wachstum erwünscht

Auch wenn die Premiere der brechtbühne einen besonderen Meilenstein darstellt, auf den die Projektverantwortlichen der swa, der Stadt Augsburg und des Staatstheaters seit Jahren hingearbeitet haben – für das Gaswerksareal stellt dieser nur den Anfang eines Entwicklungsprozesses dar. In den kommenden Jahren soll sich das 70.000 Quadratmeter große Gelände zu einem Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft für Künstler, Startups und etablierte Firmen der Kreativwirtschaft entwickeln. „Das Gaswerksgelände soll organisch wachsen und eine Energie entwickeln, die über die Stadtgrenzen hinaus in die Region ausstrahlt“, erklärt swa Geschäftsführer Alfred Müllner. „Kultur und Wirtschaft müssen sich gegenseitig befruchten und ihre Potenziale wie ein Orchester in Einklang bringen“, beschreibt Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl seine Vision für den Standort.

Modular-Festival zieht zum Gaswerk

Das Staatstheater ist der erste prominente Mieter, den die swa auf dem Areal im Norden von Augsburg begrüßen. 5000 Quadratmeter wurden von der Stadt für die Ateliers und Proberäume der Künstler und Bands aus dem Kulturpark West angemietet. Der nächste bekannte Mieter ist schon im Anflug: 2019 wird erstmals das vom Stadtjugendring veranstaltete Modular-Festival auf dem Gaswerksgelände stattfinden. „Das Modular gehört hierher“, so Gribl mit Blick auf das Gaswerksareal. „Beide Seiten profitieren: Das Gaswerk generiert neue Impulse, während das Modular-Festival Planungssicherheit für die nächsten Jahre gewinnt und so weiter wachsen kann.“